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Sorgenfrei durch die Rasensaison

Saftig grün soll er sein. Zudem schön dicht und frei von störenden Unkräutern. Er muss spielenden Kindern genauso standhalten können wie den Liegestühlen der Sonnenanbeter/innen. Doch was ist nötig um einen perfekten Rasen zu erhalten? Und was gibt es während des Jahres zu tun, damit dies auch so bleibt? Eine Kurzanleitung damit der Rasentraum nicht zum Albtraum wird.

Rasenschnitt – und zwar regelmässig

Ein regelmässiger Rasenschnitt gehört zweifelsfrei zu den wichtigsten Massnahmen der Rasenpflege. Während der Vegetationsperiode von April bis November muss der Rasen wöchentlich gemäht werden. Ein regelmässiger Schnitt führt zu einer dichteren Grasnarbe und hindert Unkräuter daran, sich im Rasen auszubreiten. Wird der Rasen nach dem mähen gelblich, wurde er entweder zu lange nicht gemäht oder der Rasenmäher ist zu tief eingestellt. Optimal ist eine Schnitthöhe von ca. 4 - 4,5 cm. Pro Mähdurchgang sollte nicht mehr als 1/3 der Blattlänge entfernt werden, da sonst den Gräsern die notwendige Blattmasse zur Assimilation genommen wird. Bei den in Hausrasen häufig verwendeten Sichelmähern ist zudem besonders auf ein gut geschliffenes Messer zu achten. Stumpfe Messer fransen die Gräser aus, was sie anfälliger auf Krankheiten macht. Ein regelmässiges Nachschleifen oder bei Bedarf ein Messerersatz sind deshalb Pflicht!

 Optimale Nährstoffversorgung

Ein Rasen hat es nicht immer einfach. Im Sommer muss er langen Trocken- und Hitzeperioden trotzen können und besonders bei feuchtwarmer Witterung droht die stetige Gefahr einer Pilzinfektion. Ist ein Rasen genügend mit Nährstoffen versorgt, steigt die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Trockenstress erheblich an. Zudem wächst er dichter und überlässt so Unkräutern und Fremdgräsern weniger Lücken, in welchen diese keimen können. Hausrasen sollten drei Mal pro Jahr gedüngt werden. Am besten nutzen Sie dazu einen ausgewogenen Rasendünger mit mindestens 50% Langzeitstickstoff. Dadurch stehen dem Rasen während der ganzen Saison Nährstoffe im richtigen Verhältnis zur Verfügung, welche entsprechend dem Bedarf der Gräser kontrolliert freigesetzt werden. Dank dem kontinuierlichen Wachstum fällt weniger Schnittgut an und es werden kaum Nährstoffe ausgewaschen.

 Die Bewässerung ist nicht zu unterschätzen

Auf den ersten Blick scheint die Bewässerung eine sehr simple Angelegenheit zu sein. Doch in der Praxis werden gerade dort häufig Fehler gemacht. Fakt ist, dass gesunde Rasenflächen Trockenperioden besser überstehen, wenn sie selten, dafür aber bis in eine Tiefe von 15-20 cm (15-20 Liter/m2) bewässert werden (=1-2 Giesskannen / m2). Die Folge von wenigen, dafür grossen Wassergaben sind tiefgründige und starke Rasenwurzeln, welche einen robusten Rasen garantieren. Flachwurzelnde Fremdgräser die nur bis ca. 5 cm tief Wurzeln bilden können, werden so nicht zusätzlich gefördert. Zur Kontrolle der verabreichten Wassermengen lohnt es sich, ein Regenmesser aufzustellen oder bei Handwässerung die Bewässerungsmenge pro Minute zu ermitteln. Achten Sie zudem darauf den Rasen nach Möglichkeit in den frühen Morgenstunden zu wässern. Hohe Verdunstungsverluste können so vermieden werden und Pilzkrankheiten können sich schlechter ausbreiten.

Rasenregeneration

Werden die zuvor erwähnten Hauptpflegemassnahmen ausgeführt, ist man bereits auf einem guten Weg zu einem schönen Rasen. Dennoch können Schäden und Mängel an der Grasnarbe und der oberen Wurzelschicht nie ganz vermieden werden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, ein- bis zweimal pro Jahr eine Rasenrenovation vorzunehmen. Der optimale Zeitpunkt dafür ist jeweils im Frühjahr von Anfangs April bis Mitte Mai und noch besser im September. Durch das Vertikutieren wird die Bodenoberfläche 1-2 mm angeritzt, wodurch Moos sowie Rasenfilz – eine bräunliche organische Schicht aus Wurzel-, Stängel- und Blatteilen, entfernt wird. Besonders Rasenflächen, die durch Rasenroboter gemäht werden, neigen zu einem starken Filzaufbau, da das Schnittgut in der Rasenfläche liegen bleibt. Bei verdichteten Böden empfiehlt es sich zudem, gelegentlich zu aerifizieren. Aerifiziergeräte (Belüfter) versehen den Boden mit Löchern damit Luft wieder in den Boden eindringen kann und eine tiefe Durchwurzelung ermöglicht wird. Anschliessend können kleinere Unebenheiten mit einer qualitativ hochstehenden Rasenerde ausgeglichen werden.

Übersaat

Zum Abschluss erfolgt die Nachsaat mit einer spezifischen Regenerations-Saatgut-Mischung mit einem Anteil von 75 Prozent Englisch Raigras und 25 Prozent schnellkeimende Wiesenrispe, um Kahlstellen möglichst rasch zu schliessen. Das Saatgut sollte unbedingt leicht eingearbeitet und angewalzt werden um eine gute Verbindung zwischen Samen und Boden herzustellen. Damit die Keimlinge nicht vertrocknen, muss der Rasen während zwei Wochen konstant feucht gehalten werden.


Die häufigsten Fehler in der Rasenpflege

  • Der Rasen wird zu selten oder zu tief gemäht
  • Der Rasen wird ungenügend gedüngt (unregelmässig, nicht ausgewogen / nicht bedarfsgerecht)
  • Unsachgemässe Bewässerung
  • kein oder nur seltenes Vertikutieren und keine Nachsaat

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